Natur-Erlebnis-Raum der Nikodem-Caro-Grundschule


Projektbeschreibung


Ausgangssituation:

Im Pausenhof-Bereich der Grundschule befindet sich ein ca. 400 Quadratmeter großes Gartengrundstück. Von der Schule wird das Grundstück bislang nicht genützt. Eine teilweise Bewirtschaftung in Form von Nutzgärten erfolgte in den letzten Jahren durch Mieter des benachbarten alten Lehrerhauses. Die Anbauflächen werden jedoch immer weniger und die Fläche verwildert zunehmend. Dies erfordert auch einen gewissen Arbeitsaufwand für die Hausmeisterin der Schule. Der verwilderte Garten mit seiner baufälligen Einzäunung gegenüber dem Haupteingang sorgt nicht gerade für einen positiven Eindruck bei Besuchern und Kirchgängern, die den Weg über den Schulhof benutzen.


Idee:

Die Fläche könnte wieder sinnvoll genutzt werden, indem man sie als Natur-Erlebnis-Raum und erweiterten Pausenhof für die Schulkinder gestaltet. Darüber hinaus ist eine weitere öffentliche Nutzung denkbar, z.B. für die Kindergruppe des Gartenbauvereins, den benachbarten Kindergarten, Einbindung in das Ferienprogramm, usw.


Gestaltungskriterien:

Für die heimische Pflanzen- und Tierwelt sollen Lebensräume geschaffen werden. Dies geschieht durch Trockenmauern, Kräuterinseln, Wildblumenwiese, Vogelschutzhecke und verschiedene andere Anlagen. Ebenso ist eine natürliche und abwechslungsreiche Geländeform mit Hügeln und geschwungenen Wegen nötig, um einen Ort voller Anregungen zu schaffen, der Kindern vielseitige Erfahrung und Entdeckungen mit der Natur ermöglicht. Zudem muss Raum für kreatives Gestalten und soziale Kontakte vorhanden sein.


Nutzungsmöglichkeiten:

Zentraler Punkt soll ein „grünes Klassenzimmer“ in Form eines Sitzkreises mit Natursteinen und natürlicher Beschattung durch eine Weidenkuppel werden. Dieser Raum kann für Unterricht im Freien, als Ruhezone oder Kommunikationsbereich dienen. Verschiedene Abschnitte des Gartens können für die unterschiedlichsten Lernerlebnisse genutzt werden. Zum Beispiel Kräuterhügel, Schulbeete, Trockenbiotop für Eidechsen, Bienenhotel, Igelburg und Freiwerkraum. Im Hinblick auf die bevorstehende Zusammenlegung der Harter und Walder Grundschule ist auch eine Erweiterung des Pausenangebotes sinnvoll.



Durchführung und Finanzierung:

Das Vorhaben soll überwiegend durch den Einsatz von Schülern (im Rahmen von Schulprojekten), Elternschaft und ehrenamtlichen Helfern realisiert werden. Dies kann durch etappenweisen Ausbau erfolgen. Der Einsatz von schweren Maschinen soll auf ein Mindestmaß reduziert werden und nur erfolgen, wo es sinnvoll ist (z.B. Beiseitigung der alten Betonplatten). Betreut und geplant wird das Projekt von der „AG Schulgarten“ der Grundschule. Diese kümmert sich um die benötigten Resourcen in Form von Helfern und Geldmitteln. Für die Finanzierung werden alle denkbaren Quellen ins Auge gefasst. Dazu gehören Förderprogramme und Stiftungen, Sachspenden, Gemeinde, Sponsoren, Sammlungen und Veranstaltungen.


Betreuung und Pflege:

Der Pflegeaufwand für einen Naturgarten ist bei fachgerechter Planung und Ausführung um ein Vielfaches geringer als bei einem herkömmlichen Garten. Grundvoraussetzung ist ein magerer und unkrautfreier Bodenaufbau. Die Betreuung der Pflanzungen ist überwiegend durch Schulkinder möglich. Ferienzeiten können durch freiwillige Helfer überbrückt werden.


Fazit:

Weltweit wird über unsere Verantwortung gegenüber der Natur und einer notwendigen Veränderung unserer Einstellung diskutiert. Die Politik definiert Rahmenbedingungen, z.B. die vom Bundeskabinett am 07.11.2007 beschlossene „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“.

Umgesetzt werden muss es jedoch in konkreten Maßnahmen. Die Schule ist der beste Ort dafür.

Aktuell ergeben sich gerade günstige räumliche und personelle Voraussetzungen, ein solches Projekt in Garching anzugehen. Darüber hinaus besteht sowieso Handlungsbedarf, den derzeitigen unansehnlichen Zustand des Schulgrundstücks zu beseitigen.